HIM-Preis

HIM-Preis 2017


Die Preisträger Florian Hammerstein, Nadja Frercksen, Meekem Mgbenwelu

Die Verleihung des HIM-Preises für Menschenrechte stand in diesem Jahr unter dem Motto „Projekte in Afrika – Alternativen zur Flucht“. Vor rund 180 Gästen zeichneten wir am 4. April 2017 im „designxport“ in der Hafencity drei herausragende Projekte aus, die Menschen eine Zukunft in Afrika ermöglichen. Zwei Projekte  widmen sich dem Menschenrecht auf Bildung, der Ehrenpreis ging an ein Wildkaffee-Projekt, das den Regenwald Äthiopiens schützt und den Bewohnern eine Lebensgrundlage schafft. Die Festrede hielt der bekannte Buchautor und Afrika-Experte Dr. Asfa-Wossen Asserate.  Zum Thema „Europa bewahren – Afrika retten“ schilderte er, wie eine effektive europäische Entwicklungspolitik aussehen könnte.

Die Preisträger

PROJECT-E

Bildung für Frauen ist eines der zentralen Themen für die Zukunft Afrikas. PROJECT-E verhilft jungen Frauen in Äthiopien zu einer Berufsausbildung und bietet ihnen damit eine Perspektive für ein selbstbestimmtes, materiell abgesichertes Leben. „Emancipation empowers“ lautet das Motto des gemeinnützigen Vereins, der seit 2007 jungen Frauen zwischen 18 und 20 Jahren durch ein Stipendium eine Ausbildung zur Sekretärin oder Hotelfachkraft ermöglicht. In der Regel absolvieren Mädchen in Äthiopien nur die obligatorische Regelschule. Anschließend kümmern sie sich um ihre Geschwister und den Haushalt, da die Familien sich eine berufliche Ausbildung für die Töchter nicht leisten können. Die Arbeit des Vereins basiert auf dem ehrenamtlichen Engagement Studierender in Europa und finanziert sich über private Spenden von Stiftungen und Privatpersonen. Vor Ort wird das Projekt von äthiopischen Angestellten geleitet. Die Kosten für die zweijährige Ausbildung einer jungen Frau betragen 7000 Euro. Der Fokus der staatlich akkreditierten Ausbildung liegt auf Sprachkenntnissen, Kommunikationstrainings und Praxisnähe. Alle bisherigen Absolventinnen haben eine Anstellung gefunden, denn PROJECT-E knüpft an den stetig wachsenden Bedarf an Fachkräften im Tourismussektor an. PROJECT-E www.project-e.eu info@project-e.eu Kontakt: Nadja Frercksen

Bildung für Frauen ist eines der zentralen Themen für die Zukunft Afrikas. PROJECT-E verhilft jungen Frauen in Äthiopien zu einer Berufsausbildung und bietet ihnen damit eine Perspektive für ein selbstbestimmtes, materiell abgesichertes Leben.

„Emancipation empowers“ lautet das Motto des gemeinnützigen Vereins, der seit 2007 jungen Frauen zwischen 18 und 20 Jahren durch ein Stipendium eine Ausbildung zur Sekretärin oder Hotelfachkraft ermöglicht. In der Regel absolvieren Mädchen in Äthiopien nur die obligatorische Regelschule. Anschließend kümmern sie sich um ihre Geschwister und den Haushalt, da die Familien sich eine berufliche Ausbildung für die Töchter nicht leisten können.

Die Arbeit des Vereins basiert auf dem ehrenamtlichen Engagement Studierender in Europa und finanziert sich über private Spenden von Stiftungen und Privatpersonen. Vor Ort wird das Projekt von äthiopischen Angestellten geleitet.
Die Kosten für die zweijährige Ausbildung einer jungen Frau betragen 7000 Euro. Der Fokus der staatlich akkreditierten Ausbildung liegt auf Sprachkenntnissen, Kommunikationstrainings und Praxisnähe.

Alle bisherigen Absolventinnen haben eine Anstellung gefunden, denn PROJECT-E knüpft an den stetig wachsenden Bedarf an Fachkräften im Tourismussektor an.

PROJECT-E
www.project-e.eu
info@project-e.eu
Kontakt: Nadja Frercksen

 

LikeMinds Project

Die Nichtregierungsorganisation LikeMinds Project entstand 2006 als soziales Netzwerk zur Stärkung des Freiwilligenengagements in Nigeria. Das mit dem HIM-Preis 2017 ausgezeichnete Projekt von LikeMinds YOUTH SKILLS ACQUISITION & ENTERPRISE EMPOWERMENT unterstützt jugendliche Binnenflüchtlinge aus dem Nordosten Nigerias, die vor der Gewalt der islamistischen Boko Haram geflüchtet sind. Die anhaltenden Kämpfe machen eine Rückkehr in die Heimatdörfer unmöglich. Das Leben in den Flüchtlingslagern ist ohne jegliche Perspektive. Aktuelle Schätzungen gehen von 2,1 Millionen Binnenflüchtlingen aus.

Nach einem initialen Auswahlprozess erhalten die jugendlichen Binnenflüchtlinge eine sechsmonatige Ausbildung, in der sowohl generelle Anforderungen für eine Geschäftsgründung als auch praktische Fähigkeiten vermittelt werden.

Durch das Projekt werden die Menschen befähigt, u. a. in der Landwirtschaft, im Möbelbau oder als Handwerker eine eigene Existenz aufzubauen. Der gesamte Prozess wird von Mentoren begleitet. Abgesehen von einem Zertifikat bekommen die Absolventen eine Starthilfe in Form einer kleinen finanziellen Unterstützung oder auch Werkzeug. Zunächst sollen 400 jugendliche Binnenflüchtlinge auf diese Weise ausgebildet werden. Sie erhalten damit eine Lebensgrundlage in Nigeria.

LikeMinds Project
www.likemindsproject.org
info@likemindsproject.org
Kontakt: Fatima K. Mohammed, Meekam Mgbenwelu

 

Wildkaffee-Projekt in Äthiopien

Die Provinz Kaffa im Südwesten Äthiopiens ist Heimat des bedrohten Regenwaldes und seiner Pflanzen. Eine davon ist der Wildkaffee. Er gedeiht nur hier im Schutz des Waldes, dessen Fläche in den letzten 50 Jahren von 40 auf nur noch 2,7 Prozent der Landesfläche Äthiopiens schrumpfte.

Zum Erhalt des Regenwaldes und der genetischen Vielfalt des wilden Kaffees wurde 2003 auf private Initiative von ORIGINAL FOOD ein Projekt ins Leben gerufen, das Schutz und Nutzung des Waldes eng miteinander verknüpft. So dient es insbesondere auch der Verbesserung der Lebensbedingungen der Kaffeebauern in der Region.

Seit Generationen sammeln die Menschen in Kaffa wildwachsenden Kaffee für den eigenen Verbrauch. Jetzt ist dieser Wildkaffee zur rentablen Haupteinnahmequelle der Kaffeebauern geworden, und sie helfen mit, ihn zu schützen.

In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und verschiedenen öffentlichen und privaten Partnern wurden Nutzungsrechte vereinbart und Pläne zum Waldmanagement erstellt; im Jahre 2006 erfolgte die Zertifizierung des Wildkaffees als „Bio“ und „Fairtrade“ und im Jahre 2010 wurde der Regenwald zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt. Ein Programm zur Gesundheitsversorgung und Familienplanung verbessert die Versorgung der Menschen.

Über 100.000 Menschen in der Region profitieren heute direkt oder indirekt von diesem Projekt.

ORIGINAL FOOD GmbH
www.kaffaland.de
post@originalfood.de
Kontakt: Florian Hammerstein

 

Fotos der Preisverleihung

 

HIM-Preis 2016



v.l.n.r. Aysel Özdilek, Jens Schneider, Maren Gag, Gottfried von Bismarck, Franziska Voges, Nancy Hochgraef, Angela Bähr, Ilka Tietje, Clemens Fobian

Der Preis will herausragende Projekte, Initiativen und Organisationen würdigen, die sich in Hamburg im Bereich Bildung, Ausbildung und berufliche Integration Geflüchteter verdient gemacht haben. Die Preisträger sind von einem unabhängigen Expertengremium nominiert worden, deren Mitglieder bereits langjährig im Bereich der Flüchtlingshilfe tätig sind.

Die Experten haben die Preisauswahl nach den folgenden, von HIM vorgegebenen Kriterien getroffen:

  1. Innovationsgrad

  2. Wirksamkeit

  3. Vernetzung

  4. Vorbildcharakter

Es wurden drei preiswürdige, innovative Projekte ausgewählt, die jeweils mit Euro 3500 dotiert sind. Des Weiteren wurde ein Ehrenpreis in der Kategorie Netzwerk vergeben.

 

 

Preisträger

Kategorie innovative Projekte:
PLIETSCH
basis & woge e.V.

Flüchtlingslosten
Diakonisches Werk Hamburg

Junge Vorbilder
verikom e.V.

Ehrenpreis in der Kategorie Netzwerk:
Maren Gag und Franziska Voges
passage gGmbH

Kategorie innovative Projekte
PLIETSCH
basis & woge e.V.
Flüchtlingslosten
Diakonisches Werk Hamburg
Junge Vorbilder
verikom e.V.
Ehrenpreis in der Kategorie Netzwerk:
Maren Gag und Franziska Voges
passage gGmbH

Preisverleihung

Der Preis wurde am 01. März 2016 im Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum Designxport verliehen. Als großzügigen Sponsor des Abends konnte HIM die Gebr. Heinemann SE & Co.KG-Hamburg gewinnen.

Die Festrede wurde von Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke zum Thema „Das Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit - Flüchtlinge als Aufgabe und Gabe für eine humane Gesellschaft“ gehalten.

Bei unseren zahlreichen Gästen möchten wir uns herzlich für das Interesse an unserer Arbeit und ihre Unterstützung bedanken.