Navid Kermani: Wie der Krieg die Hoffnung auf Freiheit in Iran zerstört
Navid Kermani, Publizist, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Gast unseres HIM-Salons „Texte über Menschenrechte“ im November 2025, hat uns einen Text geschickt, der in dieser Woche im Spiegel zu lesen ist: „Wie der Krieg die Hoffnung auf Freiheit in Iran zerstört.“
Darin schildert er, wie die Menschen im Iran seit Jahrzehnten erbittert für Demokratie und persönliche Freiheiten kämpfen, wie westliche Regierungen sie nie unterstützten, zugunsten einer vermeintlichen Stabilität, die in Wirklichkeit zu immer mehr Repression, größeren Protesten und dem Tod tausender Regimegegner führte. Der derzeitige Krieg könne zwar bewirken, dass Irans Raketenstellungen und Drohnen zerstört würden, „nicht aber die Maschinenpistolen in den Händen der Revolutionswächter und Milizen, die auf die eigene Bevölkerung gerichtet sind.“ Und Europa? „Wieder einmal rächt sich die Schwäche und Uneinigkeit Europas, die selbst verschuldet ist“, so Kermani in seiner aktuellen Analyse.
Navid Kermani, 58, erhielt 2015 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Soeben ist im Hanser Verlag sein neuer Roman Sommer 24 erschienen.
Navid Kermani in Der Spiegel 14/2026: Wie der Krieg die Hoffnung auf Freiheit in Iran zerstört

