ROYA – ein eindrücklicher Film über eine politische Gefangene im Iran
Der Film ROYA (wörtlich „Traum“) von Mahnaz Mohammadi erzählt mit verstörender Eindringlichkeit die Geschichte von Roya (gespielt von Melisa Sözen), einer iranischen Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugung inhaftiert wurde. Was ihr im Gefängnis widerfährt, erleben und erleiden die Zuschauer „hautnah“ aus ihrer Perspektive mit. Nach sechs Monaten schwerer Folter bekommt sie für drei Tage Freigang, um eine Beerdigung besuchen zu dürfen … Ein erschütternder Film, aber wohl leider sehr nah an der Realität. Schwer zu ertragen, aber absolut sehenswert.
ROYA feierte seine Weltpremiere auf der diesjährigen Berlinale in der Sektion Panorama. Der Film stammt von der iranischen Regisseurin, Drehbuchautorin und Frauenrechtsaktivistin Mahnaz Mohammadi, die mit ihrem zweiten Spielfilm nach Son-Mother (2019) eindrucksvoll zum narrativen Kino zurückkehrt. Mohammadi, bekannt für ihre dokumentarischen Arbeiten über die Situation von Frauen im Iran, hat den Film ohne offizielle Genehmigung im Untergrund realisiert. Ihre kompromisslose Haltung und ihr Engagement für Frauenrechte prägen nicht nur ihr Werk, sondern auch ihr Leben –wegen ihres Engagements als Aktivistin wurde sie mehrfach in Evin inhaftiert und lebt bis heute unter strengen staatlichen Auflagen.
Bundesstart: 07.05.2026
Regie: Mahnaz Mohammadi – Psychothriller, Drama, 92 min, Deutschland, Tschechien, Luxemburg, Iran, 2026, FSK 16


